Interkulturelle Kompetenz im Gesundheitsbereich
Kurs Nummer
FB-INTER-KOMP-01
04.05.2026, 08:30 - 05.05.2026, 15:30
Quartier Clara Zetkin - Schulungsraum
16 Freie Plätze
Zielgruppe
Die Fortbildung ist ideal für Mitarbeiter/innen von Pflegeeinrichtungen, Kliniken, Krankenhäusern und Arztpraxen – sowohl auf der Ebene Arzt-Pflegepersonal-Pflegedienstleitung-Praxisanleitende als auch Verwaltung sowie Aus- und Weiterbildung.
Beschreibung
Das deutsche Gesundheitswesen steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Neben dem demografischen Wandel stellt insbesondere der Fachkräftemangel eine große Herausforderung dar. Einrichtungen im Gesundheitswesen sind zunehmend auf die Gewinnung und Integration von Fachkräften aus unterschiedlichen Kulturen angewiesen.
Gleichzeitig verdeutlicht der Eintritt der ersten Migrant*innengeneration in das Rentenalter, welche strukturellen und kulturellen Veränderungen insbesondere im Pflegebereich bevorstehen.
In diesem Kontext wird interkulturelle und interreligiöse Kompetenz zu einer Schlüsselqualifikation. Sie ist essenziell, um internationale Fachkräfte erfolgreich in Teams zu integrieren, ein respektvolles und wertschätzendes Arbeitsumfeld zu schaffen und eine kultursensible Versorgung von Patient*innen zu gewährleisten. Mitarbeitende in Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen profitieren dadurch sowohl in der Zusammenarbeit untereinander als auch in der direkten Patientenversorgung.
Inhalte des Seminars
-
Stärkung interkultureller Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit
Vermittlung zentraler Konzepte wie interkulturelle Öffnung, Migration, Globalisierung und Transkulturalität sowie praxisnahe Anwendung im beruflichen Alltag.
-
Entwicklung einer interkulturellen Persönlichkeit
Förderung von Selbstreflexion, Perspektivwechsel und Bewusstsein für die eigene kulturelle Prägung.
Durch die Auseinandersetzung mit kulturellen und religiösen Unterschieden werden die Teilnehmenden für den respektvollen und professionellen Umgang mit Menschen unterschiedlicher Herkunft sensibilisiert. Der hohe Praxisbezug ermöglicht es, kulturell bedingte Missverständnisse zu erkennen, interkulturelle Herausforderungen zu analysieren und angemessene Lösungsstrategien zu entwickeln.
Methodik und Ablauf
Das Seminar ist als Gruppenfortbildung in einer Kleingruppe konzipiert. In einer ersten Phase reflektieren die Teilnehmenden die eigene kulturelle Identität und Wertebasis. Darauf aufbauend werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Denk- und Verhaltensmustern verschiedener Kulturen sichtbar gemacht.
Typische Themen sind:
-
kulturell geprägte Wahrnehmung
-
Vorurteile und Stereotype
-
Wertorientierungen
-
sichtbare und unsichtbare Ebenen von Kultur
Durch aktive Übungen, Rollenspiele, Fallbeispiele und theoretische Inputs werden Lerninhalte erfahrbar gemacht und nachhaltig verankert. Interkulturelles Training bedeutet daher nicht nur Wissensvermittlung, sondern immer auch Persönlichkeitsentwicklung.
Dieses Seminar befähigt die Teilnehmenden, kulturelle Vielfalt im Gesundheitsbereich aktiv und professionell zu gestalten und trägt so zu einer verbesserten Versorgung und Zusammenarbeit bei.